Jetzt stehen die Zahlen fest: 33,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer haben sich das halbstündige Infomercial von Senator Barack Obama letzten Mittwoch zu bester Sendezeit im US-Fernsehen angeschaut. Das sind mehr als sich am selben Abend das letzte Spiel der «World Series», des Baseball-Finales zwischen den späteren Sieger, den Philadelphia Phillies, sowie den Tampa Bay Rays zu Gemüte geführt haben. Selbst das letztjährige Finale von «American Idol», dem Pendant zu «Superstar», hat Obama mit seinem dreissigminütigen Statement geschlagen. Seit Ross Perot 1992 hat sich kein Kandidat mehr einen solchen Spot leisten können. Obama hat damit nicht nur McCain an diesem Abend völlig von den Kanälen verdrängt, sondern auch Fernsehgeschichte geschrieben. Die ansonsten um 20 Uhr laufenden TV-Serien haben allesamt geringere Einschaltquoten. Von den grossen Fernsehkanälen hat einzig ABC den Platz nicht an Obama verkauft und prompt den kürzeren gezogen. Auf CBS holte Obama 8,6 Millionen ab, auf NBC 9,8 Millionen, was den zuständigen NBC-Sendechef zum Scherz veranlasste, man müsste Obama regelmässig diesen Ort überlassen. Das wäre doch die perfekte Bürgernähe: ein US-Präsident mit eigener Fernsehshow…
Wer die 30 Minuten noch nicht gesehen hat:














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